Der große Tanz

„Der große Tanz“ → nach Meister Zhang Xiao Ping

 

Allgemeines Wissen

Es gibt 5 verschiedene Qigong-Richtungen:

  • Buddhismus
  • Daoismus
  • Konfuzianismus
  • TCM
  • Bauernerfahrung (75% der chinesischen Bevölkerung sind Bauern)

→ Der große Tanz ist eine Übung aus dem Gesundheits-Qigong auf Basis der TCM

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) beinhhaltet 5 große Bereiche/Säulen:

  • Kräuterheilkunde
  • Ernährungslehre
  • Massage
  • Akupunktur
  • Tai Chi / Qigong

Bedeutung Qigong:

Qigong ist nicht der Verstand, sondern inneres Wissen.
Qigong ist Heilung, Therapie und Prävention.

„Qi“ steht in der chinesischen Philosophie und Medizin sowohl für die bewegende als auch für die vitale Kraft des Körpers, aber auch der gesamten Welt. In der chinesischen Sprache hat es die Bedeutung von Atem, Energie und Fluidum. Der Begriff umfasst viele Ausprägungsformen und Wirkungsweisen.

„GONG“ als chinesischer Begriff bedeutet einerseits „Arbeit“ aber auch „Fähigkeit“ oder „Können“. Somit kann man Qigong übersetzen als „stete Arbeit am Qi“ oder auch als „Fähigkeit/Können, mit Qi umzugehen, es zu nutzen“.

„Vor Beginn der Übung bedeutet GONG → zentrieren, fokussieren, achtsam und bewusst sein. Später bedeutet es etwas anderes. Später wenn Gong richtig, dann Qi richtig.“ (Meister Zhang Xiao Ping)

 

Geschichte „Der große Tanz“

1974 wurde in Mawangdui Süd-China ein altes Fürstengrab entdeckt, in dem ein Seidentuch gefunden wurde. Auf diesem Tuch waren in noch sehr gut erhaltenen Farben 46 Qigong-Figuren abgebildet. Aus diesen 46 Figuren wurden schließlich 2 Figuren gebaut.

1. Großer Tanz (8 Übungen)
2. 12 Übungen aus Mawangdui

Das Originaltuch ist noch heute im Hunan Provinzmuseum in Changsha/China zu sehen.

 

Begriffserklärung

Großer (Da)   Tanz (Wu)  →   DA WU

Groß → bedeutet Natur. Groß ist TAI (Naturenergie) und TAI ist so groß, dass man es nicht mathematisch rechnen kann.

Tanz → Jede Bewegung mit Achtsamkeit und Liebe von innen heraus. Sich im Tanz verbinden mit der Natur. Dadurch wird Herz-Energie erzeugt.

Das Universum ist Raum und Zeit und Qi (Energie). Energie ist eine Welle. → Richtiges Bewusstsein bedeutet richtige Welle. Diese Welle kann Materialformen verändern. Die Wissenschaft weiß, wie Material zu Energie wird, weiß aber nicht, wie Energie zu Material wird, Qigong weiß das.

Masaru Emoto hat Versuche mit Wasser unternommen. → Wasser ist Material. Wenn man nun z.B. zum Wasser sagt,  DANKE, DANKE, DANKE,  dann ist das Danke die Welle und verändert dadurch das Wasser.

Qigong ist die Energie, die den Körper verändert zum Positiven.

Um Energie zurückzuformen braucht es Liebe und Achtsamkeit, vor allem Achtsamkeit, sie verändert die Materialform.

Normale Gymnastik ist nicht Liebe und Achtsamkeit, Qigong schon.

 

Ursprung

Der Schamanentanz ist der Ur-Ur-Tanz. Rhythmischer Tanz rund um den Patienten um gute Energien zu wecken und kranke Energien zu vertreiben.

 

Wirkung

Qigong „Das große Tanzen“ ist eine sehr alte Bewegungsabfolge. Es fördert das Ableiten des schlechten Qi bei Krankheiten und gutes Qi wird zugeführt. Die 8 Übungen unterstützen vor allem die Bereiche Nacken/Schulter, Wirbelsäule/Becken, die Magen/Milz-Energie, sowie die Nieren-Energie und sie verbessern alle Organfunktionen.

Qigong ist LANGSAM und RUND, REIBT und ZWICKT.
Qigong ist flexibel, jeder macht das was er kann.

 

Die 8 Übungen im Überblick

Eröffnung: → Herz und Geist sammeln

  1. Die seelische Schildkröte schaut in den Himmel
    (Meridianlinien fließen lassen, Stärkung der Herz-/Lungenfunktion.)
    → Lunge und Niere
  2. Der gelbe Drache dreht den Kopf zurück
    (Verbessert die Beweglichkeit der Gelenke, Aufbau des ursprünglichen Nieren-Qi.)
    → Milz, Leber, Gelenke
  3. Kinder beugen sich nach vorne
    (Reguliert die inneren Organfunktionen und die Wirbelsäulengelenke.)
    → Beweglichkeit, Stärkung der Wirbelsäule
  4. Der goldene Hahn steht auf einem Bein
    (Nierenenergie behalten/bewahren, Aufbau der inneren positiven Energie „Qi“)
    → Verstärkt die sexuelle Essenz
  5. Der schöne Mensch schaut in den Spiegel
    (Oberarm-Meridianlinien fließen lassen/aktivieren, Verbesserung der Leber- und Lungenenergie „Qi“.)
    → Aktiviert Galle und Milz
  6. Die himmlische Säule drehen
    (Verbindung der vorderen und hinteren Meridianlinien, Verbesserung der Becken- und Hüftbeweglichkeit)
    → Trainiert Tantien und lockert die Hüften
  7. Zurück meditieren
    (Lungenenergie fließen lassen, Magenenergie senken, Milz-Qi heben)
    → Milzübung. Ist die Milz schlecht, ist es nicht möglich abzunehmen
  8. Der Frühling kommt in die Erde zurück
    (Stärkt die Lungen- und Nierenfunktion, Qi und Blut fließen lassen)
    → Lunge, Niere, auch Leber

Schlussbewegung: → Energie zurücksammeln, geistig zurückkehren.